22 Kommilitonen habe ich gefragt worüber sie ihre Masterarbeit schreiben, neun haben es mir gesagt. Schwache Ausbeute, aber ok, früher oder später wird es die Welt eh erfahren. Denn eine Übersicht über alle Magisterarbeiten seit 1993 findet sich auf der Website des Instituts für Kulturmanagement Ludwigsburg. Online abrufbar sind die Arbeiten leider nicht 🙁

Dieses Jahr schreibt…

Ina Bergler „Ethno-Marketing im Theater: Erschließung neuer Besucherpotenziale“

Ethno- Marketing richtet sich an ethnische Minderheiten in einem Land. In der Arbeit soll anhand von Beispielen untersucht werden, ob und wie Ethno- Marketing sich für den Einsatz im nicht-kommerziellen Theaterbetrieb eignet. Aus Sicht der Angebotsseite wird erörtert, welche Instrumente sich als wirkungsvoll und welche sich als uneffektiv erwiesen haben. Ergebnis dieser Erörterung sollen Empfehlungen für Theaterbetriebe sein, die spezifisch um eine neue Zielgruppe mit Migrationshintergrund werben möchten.

Cornelia Conzen „Erbschaftsmarketing im Kulturbereich?“

Es wird geschätzt, dass in den Jahren 2009 bis 2020 Erbschaften in einem Gesamtvolumen von 3,3 Billionen Euro vererbt werden. Gelingt es den Kulturbetrieben, erfolgreich Erbschaftsmarketing zu betreiben, so kann dies zu einer wichtigen Quelle der Kulturfinanzierung werden. Die Arbeit soll aufzeigen, wie Erbschaftsmarketing im Kulturbereich in Deutschland funktionieren kann.

Milena Hoffmann „Erfolgsfaktoren einer gelungenen Kooperation zwischen Kultur und Tourismus“

Kultur und Tourismus sind zwei Seiten einer Medaille. Kulturtourismus funktioniert ohne Kooperationen nicht. Kulturbetriebe benötigen den Tourismus und umgekehrt. Mit langfristigen, zwischen Kultur und Tourismus abgestimmten Strategien, lassen sich positive Image- und wirtschaftliche Effekte erzielen. Die Tourismuswirtschaft sowie die Bereiche Kunst und Kultur stehen dabei vor einer Herausforderung: Es gilt diese Bereiche so miteinander zu verknüpfen, dass messbare Effekte entstehen. Ziel der Arbeit ist es anhand von verschiedenen Best-Practice-Beispielen Erfolgsfaktoren einer gelungenen Kooperation herauszuarbeiten und die unterschiedlichen Erwartungshaltungen sowohl auf Seiten der Kulturakteure als auch auf Seiten der Touristiker zu analysieren.

Julia Klein „Events – ein nachhaltiges Instrument des Kulturmarketings?“

In der Arbeit wird untersucht, ob bzw. wie Kultureinrichtungen außergewöhnliche Events dazu nutzen, langfristig neue Besucher zu gewinnen (anstatt mit den Events nur kurzfristig ihre Besucherzahlen aufzubessern).

Simone Kottmann „Die Institutionalisierung der Fotografie in Museen“

Die Arbeit behandelt das Phänomen der um die Jahrtausendwende entstehenden Museen der Fotografie und des Ende der 1970-er Jahre einsetzenden Aufbaus von fotografischen Sammlungen in Kunstmuseen. Dabei sollen insbesondere die begünstigenden Faktoren der Entstehung in Deutschland im Vergleich zur vorausgegangenen Entwicklung in Amerika dargestellt werden.

Rainer Möller „Fotografie im Kunstmarkt“

 

Es wird der Kunstmarkt und der Kunstdiskurs um Fotografie theoretisch abgehandelt und durch eine empirische Untersuchung die Rolle der Fotografie als Kunst im Kunstmarkt ermittelt. Streichung vom 28.04.2010 wegen Änderung des Masterarbeitsthemas.

Nora Moschüring „Kulturelle Bildung an Hauptschulen“„Das Ende der Filmrolle: Chancen und Risiken der Digitalisierung für das Kino“

Bislang ohne Begleittext. Änderung vom 03.05.2010 wegen Änderung des Masterarbeitsthemas.

Eva Ringer „Ungenutzte Potentiale? Eine vergleichende Studie zum strategischen Fundraising“

Gegenstand der Arbeit ist eine vergleichende Analyse bei etwa fünf Musikfestivalbetrieben zum strategischen Fundraising. Es soll untersucht werden, ob Fundraising in Musikfestivalbetrieben überhaupt eingesetzt wird und wenn ja, mit welchen strategischen Vorrausetzungen dies geschieht. Mit Hilfe von Experten-Interviews soll untersucht werden, ob die Musikfestivalbetriebe ein für sie mögliches Fundraising überhaupt ausschöpfen oder ob ungenutzte Potentiale bestehen, die mit Hilfe eines strategisch geplanten Fundraising genutzt werden könnten. Nach Möglichkeit sollen sich daraus Handlungsempfehlungen für die Musikfestivalbetriebe ableiten lassen, damit mögliche ungenutzte Potentiale erkannt und schließlich ausgeschöpft werden können.

Dorothee Sommer „Singlemarketing – Eine Chance für den Kulturbetrieb?“

Singles sind aus wirtschaftlicher Sicht eine attraktive Zielgruppe, denn sie konsumieren gerne und möchten ihre Freizeit ohne Einschränkungen genießen. Zahlreiche Sektoren haben die Chance erkannt und organisieren Single-Partys, Speed-Dating, Singlereisen, Singlekochkurse usw. Aber wo können kulturell interessierte Singles in ihrer Freizeit auf Gleichgesinnte stoßen? Ziel der Arbeit ist es, anhand von beispielhaften Museen und Theatern spezifische Programmangebote für Singles aufzuzeigen sowie zu untersuchen, inwieweit Singles eine lukrative Zielgruppe für Kulturbetriebe sind.

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Autor: Axel Kopp

Axel Kopp, Jahrgang 1982, Social Media Manager, ursprünglich Kulturmanager (M.A.) mit Schwerpunkt Online-Marketing

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. avatar
    Simon A. Frank

    Sehr gute Idee, das hier zusammen zu stellen! Sämtliche MA-Arbeiten online zu stellen habe ich auch schon mal angeregt, jedoch ist dies aus „rechtlichen“ Gründen nicht möglich – wobei ich schon die ein oder andere Hochschule gesehen habe, die dies macht.

  2. avatar
    Christian Henner-Fehr

    Finde ich auch gut, dass die Themen kommuniziert werden. Natürlich würde ich mich noch mehr freuen, wenn die Arbeiten online zur Verfügung stehen, aber die Idee, sie irgendwo zu sammeln, ist bis jetzt nicht auf großes Interesse gestoßen. Schade, aber vielleicht wird das ja noch. Super, dass Du den Anfang machst.

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