In dem ca. 20-minütigen Vortrag geht es um die Frage, wie Kultureinrichtungen erfolgreich ins Social Web starten: Unter welchen Voraussetzungen funktioniert Social Marketing? Wie erstellt man ein Social Media Konzept? Wie misst man Erfolg? etc. Auf der startconference im September wurden diese und ähnliche Fragen bereits beantwortet. Folglich kommt der Großteil des präsentierten Inhalts nicht von mir, sondern von den verschiedenen Sprechern der stART.10.

Zum Einstieg werde ich die Frage stellen, worin der Unterschied zwischen Web 2.0 und Social Media liegt (bzw. ob es überhaupt einen gibt). Ein Grund, warum sich viele Kultureinrichtungen schwer tun, interessante Inhalte jenseits von Presseberichten und Veranstaltungshinweisen, sehe ich in einer Organisationskultur, die nicht „Social-Media-freundlich“ ist. Es gilt also, die „Web 2.0“-Philosophie offline und online zu verinnerlichen. Ein positives Beispiel liefert hierfür das Brooklyn Museum, deren Social Media Aktivitäten von Shelley Bernstein geleitet werden. Weitere gelungene Beispiele finden sich im Buch The Particapatory Museum von Nina Simon.

Möchte eine Kultureinrichtung ins Social Web starten, sollte es sich zuerst die Frage stellen, warum sie das will. Weil alle es machen? Hoffentlich nicht. Die Definition der Ziele und Zielgruppen sollte demnach am Anfang des Social Marketings stehen. Die Bayerische Staatsoper hat sich auf verschiedenen Dimensionen Ziele gesetzt und wirtschaftliche, inhaltliche sowie Image- und Markenziele festgelegt. Da mittlerweile sehr viele Kultureinrichtungen im Social Web aktiv sind (oder zumindest eine Facebook-Seite besitzen), erscheint es sinnvoll, eine Strategie zu entwickeln. Die beiden zentralen Fragen sind dabei „Was können wir?“ und „Was interessiert unsere Zielgruppe?“. Ist dies geklärt, kann laut Nicole Simon ein Maßnahmenplan erstellt und der interne Workflow bestimmt werden: „Wer veröffentlicht was und wie viel?“, „Wer schreibt was?“ und „Wie reagiert man auf Kritik?“. Nicht vergessen sollte man bei so viel Social Media seine sonstigen Internetaktivitäten: „Sieht die eigene Website zeitgemäß aus?“, „Sind die angegebenen Informationen vollständig und richtig?“, „Kann man die Benutzerfreundlichkeit noch verbessern?“, „Wie gut wird die Website bei Google gefunden?“. Nicht zuletzt sollte sich eine Kultureinrichtung Gedanken über eine Erfolgsmessung machen. Diese kann quantitativ (was i.d.R. einfacher ist) oder qualitativ gemessen werden. Beispiele wären etwa die Anzahl an Klicks, Kommentaren, Freunden und Followern oder „Likes“. PR-Beraterin Kerstin Hoffmann warnt allerdings vor zu vielen Kennzahlen und absoluten Werten. Ihrer Auffassung nach könne man im Internet wie in der realen Welt ganz gut abschätzen, ob man erfolgreich sei.

Wer sich für den Vortrag und die anschließende Diskussion interessiert, kommt einfach am Montag, den 1. November um 19 Uhr ins Café Brel in Berlin (Eintritt frei).

avatar
Autor: Axel Kopp

Axel Kopp, Jahrgang 1982, Social Media Manager, ursprünglich Kulturmanager (M.A.) mit Schwerpunkt Online-Marketing

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.