„Hoch die Hochkultur! Und nieder mit ihren Verächtern“, heißt es in der neuen ZEIT, in der Jens Jessen die Hochkultur abfeiert. Was an ihr allerdings so viel besser und warum sie so viel förderungswürdiger ist als ihr vermeintliches Gegenstück, die Populärkultur, bleibt letztlich offen. Jessen schreibt viel Richtiges und doch bezieht sich seine Lobhudelei vor allem auf Schauspiel, Oper, die klassische Musik und Literatur – am Rande auch auf die Bildende Kunst. Als ob Filme und andere Kunstsparten nicht auch „hochkulturell“ sein könnten. Nieder mit der Spartendenkweise!

Hochkultur – was ist das überhaupt?

„Die neue Henze-Oper, aber nicht der König der Löwen, der neue Roman von Philip Roth, aber nicht der neue Thriller von Dan Brown“, so Jessen. Letztlich gehört für ihn nur die Kunst zur Hochkultur, die nicht auf den Massenabsatz zielt und aufgrund ihrer Komplexität Bildung voraussetzt. Bildung kann jedoch auch Spaß sein, oder sogar „satirischer Überspaß“ wie bei einer Rossini-Oper, die für Jessen eine Art „höherer Nonsens in musikalischer Gestalt“ ist. Hochkultur ist ergo nicht immer „E“ (=ernst) und Populärkultur nicht unbedingt „U“ (=unterhaltend). Doch was dann? Jessens hin und her zieht sich durch den ganzen Text und am Ende weiß man noch immer nicht, was Hochkultur ist und warum man sie braucht. Ich selbst würde mich als Hochkultur-Fan bezeichnen, nur wehre ich mich gegen das eingefahrene Verständnis von Hochkultur.

Den Begriff Hochkultur neu definieren

„Hochkultur“ ist landläufig ein Begriff, unter dem die klassische Musik, Literatur sowie die Bildenden und die darstellenden Künste akkumuliert werden. Es handelt sich also um eine Abgrenzung nach Sparten. Wie Jessen richtig sagt, ist eine Rossini-Oper aber Nonsens. Mit wenig subtilem Humor dient sie der Unterhaltung und hat kaum intellektuellen Anspruch. Doch eben das eint die Rossini-Oper mit dem König der Löwen, weshalb sie meines Erachtens beide nicht zur Hochkultur gehören. Denn Hochkultur sollte über die Komplexität und die intellektuelle Tiefe eines Werks definiert werden – und nicht über die Sparte. Erst kürzlich habe ich beispielsweise den Film Primer gesehen, der vor Komplexität nur so strotzt und über den ein Kritiker schrieb, dass “anybody who claims he fully understands what’s going on in Primer after seeing it just once is either a savant or a liar” (siehe Wikipedia). Dieser Film zählt jedoch allein aufgrund der Tatsache, dass es sich um einen Film handelt, gemeinhin nicht zur Hochkultur. Hätte Shane Carruth ein Theaterstück geschrieben, hätte er wohl Hochkultur produziert. Mit Verlaub, diese Klassifikation ist albern.

Hochkultur vs. Flachkultur

Nach Jessens Definition zielen Hochkulturproduktionen nicht auf den Massenabsatz. Ok, gekauft. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht massentauglich sein können. Infolgedessen taugt weder „Massenkultur“ noch „Populärkultur“ als Gegenstück. Denn eine Produktion mit doppeltem Boden, die sowohl einen intellektuellen Anspruch besitzt wie auch unterhaltenden Charakter hat, kann durchaus massentauglich sein und zur Hochkultur gezählt werden. Das können Filme wie American Beauty und Das Leben ist schön, Theaterstücke wie Romeo und Julia oder Die Physiker etc. pp sein. In allen Kunstsparten wird es vereinzelt Werke geben, die von der Masse wie auch von der intellektuellen Elite gleichermaßen geliebt wird – sofern sich letztere nicht durch künstliche Distinktion abzugrenzen versucht. Das Gegenteil von Hochkultur ist folglich Flachkultur (auch wenn dieser Ausdruck zunächst sperrig und gewollt klingt).

Gute und schlechte Hochkultur

Ich stimme Jessen zu, dass der Begriff „Hochkultur“ keine Aussage über die Produktions-, die Aufführungs- oder die künstlerische Qualität impliziert. So kann etwa ein noch so intelligentes Drehbuch in der Umsetzung an miserablen schauspielerischen Darstellungen scheitern oder eine Beethoven-Sonate von einem Schülerorchester völlig verhunzt werden, wohingegen ein Science-Fiction-Film wie Independence Day zwar banal und inhaltslos daherkommen mag, aber von der Produktionsqualität hervorragend sein kann. Ergo gibt es schlecht gemachte Hochkultur wie auch gut gemachte Flachkultur.

Nicht in Schwarz-Weiß-Kategorien denken!

Bei der Unterscheidung zwischen Hoch- und Flachkultur handelt es sich freilich nur um Pole. Der Übergang ist fließend, eine Schwarz-Weiß-Denkweise nicht angebracht. Demzufolge spielt es zunächst keine Rolle, ob ein intelligentes Werk jetzt „fast schwarz“, „dunkelgrau“, „paynesgrau“ oder „anthrazit“ ist. Wichtiger ist, dass es intersubjektiv von einem Hellgrau zu unterscheiden ist. Ausgehandelt wird der Grauton aber letztlich im Diskurs darüber. Wenn es unter den Experten zu Unstimmigkeiten kommt oder es Streit gibt: umso besser.

Und wem oder was nützt diese Klassifikation?

Es geht mir mit diesem Artikel primär darum, tradierte Denkmuster aufzubrechen. Nur weil jemand seit zig Jahren ein Theater-Abo hat, ist er nicht per se gebildeter als jemand der sich in seiner Freizeit intensiv mit Filmen auseinandersetzt. Jemand der sich für mittelalterliche Kunst interessiert, hat nicht unbedingt einen höheren Intellekt als jemand, der viel Popmusik hört. Was trivial klingt, ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. In unserer Gesellschaft – und nicht zuletzt in der Kulturförderpolitik – herrscht eine klassische Spartendenkweise (siehe oben). Die Frage ist, wann diese Denke endlich ad acta gelegt werden kann und endlich intelligente Kunst unabhängig von der künstlerischen Ausdrucksform gefördert wird.

 

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Autor: Axel Kopp

Axel Kopp, Jahrgang 1982, Social Media Manager, ursprünglich Kulturmanager (M.A.) mit Schwerpunkt Online-Marketing

Dieser Beitrag hat 29 Kommentare

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    Axel Kopp

    Bitte! Was wirklich Neues steht im ZEIT-Artikel auch nicht drin. Ein Sommerloch-Thema halt. Eine Info, die in einer Kurz-Meldung ein paar Seiten danach steht, ist aber interessant: Klaus Weise, Generalintendant am Theater Bonn, hat seinen Vertrag nicht verlängert, weil er die Subventionskürzungen von jährlich 3,5 Mio. Euro nicht mittragen möchte (Betriebszuschuss gesamt: ca. 32 Mio. Euro). Sein eigenes Jahresgehalt liegt bei üppigen 320.000 Euro.

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    AuGuSTheater

    Der gesamte Jahresetat unseres Theaters liegt seit 17 Jahren zwischen 200 000 und 250 000 €. Dafür spielen wir rund 120 Vorstellungen im Jahr und inszenieren zwischen vier und sieben neue Stücke. Unter welchen Bedingungen dieser Spielplan aufrecht erhalten wird, wäre ein abendfüllender Vortrag. Was wir nicht genau wissen: Machen wir Hoch- oder Flachkultur?

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    Axel Kopp

    Das weiß ich auch nicht, schließlich war ich noch nie im AuGuSTheater. Aber ist das denn für euch überhaupt wichtig? Und um zwei Sachen nochmal in aller Deutlichkeit zu sagen: 1. Es handelt sich bei der Unterscheidung nur um Pole (gut möglich, dass euer Programm insgesamt irgendwo dazwischen liegt) und 2. Flachkultur muss keineswegs schlecht sein, sie hat lediglich – laut meiner Definition – einen geringen intellektuellen Anspruch. Vor ein paar Tagen habe ich mich beispielsweise über die Website http://damnyouautocorrect.com/ halb totgelacht, besonders anspruchsvoll ist sie allerdings nicht. Das spielt für mich aber überhaupt keine Rolle gespielt. Ich finde die Sachen trotzdem lustig.

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    AuGuSTheater

    Du, im Ernst: Wir machen aus lauter Spaß ziemlich hohe Flachkultur (wofür unlängst sogar einen Theaterpreis gewonnen haben (siehe hier: http://augustheater.posterous.com/ausgezeichnet-helden-farce). Wir haben zudem vor, mit einer „Int. Pocket-Klassiker-Biennale“ diesen flachen Hochsinn zu popularisieren (siehe hier: http://augustheater.posterous.com/bart-und-zopfe-ab-pocket-klassiker-biennale). Also: Schaffen auf einer kulturellen Hoch-Tief-Baustelle in der Provinz. Weise et al. rümpfen die Nase – aber sie können uns den Buckel runter rutschen. Was die machen, geht uns auch irgendwo vorbei,

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    Kulturblogger

    Stimme dir voll zu und möchte noch einen Aspekt ergänzen. Vertreter der sog. Hochkultur rechtfertigen ihre öffentliche Finanzierung gern über die Bedeutung, die sie im „gesellschaftlichen Diskurs“ einnehmen. Dieses Argument liest man auch bei Jessen durchwegs zwischen den Zeilen. Um zu beweisen, dass sie einen relevanten Beitrag zur zeitgenössischen Kultur liefern können, werden Theaterstücke aktualisiert, neue Aufführungskonzepte für klassische Musik gefordert und verschwurbeltes Zeug über Kunstwerke verlautbart wird, um deren Relevanz auszudeuten etc. Aber die ästhetischen Impulse, die etwas über unsere Zeit aussagen, finden nicht mehr in der Hochkultur statt, sondern in dem, was für Jessen offenbar Flachkultur ist. Aber der Mozart unserer Zeit ist nicht Wolfgang Rihm, sondern Robbie Williams, der Shakespeare unserer Zeit nicht Botho Strauss sondern Woody Allen usw. Hochkultur dagegen ist museal im besten Sinne des Wortes, auch wenn sie zeitgenössisch ist, und ich glaube, wenn sie sich das eingestehen könnte, wäre sehr viel gewonnen.

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    Axel Kopp

    Und deinem Kommentar stimme ich wiederum voll zu. Die Frage, was für eine Art von Musik Mozart heutzutage gemacht hätte, wird ja unter Kulturschaffenden bei einem Glas Wein gerne mal diskutiert. Das Interessante dabei: Es herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass es wohl keine klassische Musik gewesen wäre.

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    Axel Kopp

    Typisch deutsch ist auch die massive Subventionierung der Hochkultur… P.s. Warum hat „typisch deutsch“ eigentlich so einen negativen Beigeschmack, wohingegen „Made in Germany“ äußerst positiv konnotiert ist?

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    Axel Kopp

    Allein die Tatsache, dass die Oper „extreme language, drug abuse and sexual content“ enthält, macht sie jedenfalls noch nicht flach. Wenn Sie allerdings nur über diese Form der Provokation versucht, Publikum zu gewinnen und keinen doppelten Boden hat, dann würde ich die Inszenierung als flach bezeichnen. Trotzdem kann sie eine andere Qualität haben und „exciting in its bravura style and thrilling with its sheer contemporary nerve“ sein.
    Wie im Beitrag beschrieben, geht es mir aber auch mehr darum, die traditionelle Denkweise was Hochkultur ist und was nicht aufzubrechen.

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    Christian Henner-Fehr

    Gut, jetzt bist Du auf die Hochkultur reingefallen, denn in dem Moment, wo etwas nicht den Konventionen entspricht, wird es als Provokation verstanden. Lass es einfach eine Oper sein, die entweder gut oder schlecht ist. Ob Du das Hoch- oder Flachkultur nennst, spielt keine Rolle.

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    Axel Kopp

    Verflixt! Das konnte ich natürlich nicht wissen, dass du mir solche Fallen stellst 🙂

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    Hagen

    Also, bevor ihr euch jetzt kloppt, möchte ich nochmal auf das Thema Frankreich zu sprechen kommen 🙂

    Dort wird fließt auch viel Staatskohle in die „Hochkultur“, aber zu 99% nach Paris.

    In Deutschland haben wir – und das finde ich unbedingt erhaltenswert – eine „Breiten-Hochkultur“. Zwar gibt es hierzulande kein Opernhaus, das es in puncto Glamour mit Wien oder Paris aufnehmen könnte, dafür hat jede Provinzstadt sein Theater und Orchester. In wie fern dieses Angebot auch gebraucht wird, entscheidet das Publikum. Und da sollte man auch keine Krokodilstränen vergießen, wenn ein Haus zugemacht wird, dessen Ensemble vor leeren Rängen spielt.

    Und: im Opernhaus Halle – welches ein typisches deutsches Dreispartenhaus ist – habe ich eine sehr gesunde Mischung aus Hoch- und Flachkultur erlebt.

    Wer hingegen den Begriff des Theaters als „moralische Anstalt“ vor sich her trägt, hat sein Publikum schnell verloren.

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    Christian Henner-Fehr

    ach, so schnell kloppen wir uns nicht, Hagen. 🙂 Klar gibt es überall Hoch- und Flachkultur, sogar in Wien. Aber interessanterweise sind nur wir es, die diesen Unterschied machen. In anderen Ländern unterscheidet man einfach zwischen gut und schlecht und mir zumindest reicht diese Unterscheidung.

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    Hagen

    Mir auch! Lustiger Weise unterscheidet man in der bildenden Kunst nicht so streng. Da gilt: wenn jemand was zu Kunst erklärt, ist es auch Kunst. Eine Unterscheidung wie E- und U-Musik gibt es meines Wissens nicht.

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    Axel Kopp

    Bildende Kunst (ebenso wie Theater) gilt ja per se als Hochkultur. Wobei es in der Bildenden Kunst das Schimpfwort „dekorativ“ gibt, was so viel heißt wie „inhaltsarm und platt, sieht aber gut aus“. Ich denke, dass der Begriff Hochkultur auch deshalb immer noch gebräuchlich ist, weil viele Besucher sich nach Distinktion sehnen und sich selbst gerne zur kulturellen Elite zählen. Wenn man jetzt herginge und sagen würde, dass Hochkultur auch „ins Kino gehen“ sein kann, könnte ich mir vorstellen, dass das bei einem Großteil der Opernbesucher als Affront aufgefasst würde.
    Außerdem denke ich, dass durch den Begriff „Hochkultur“ zumindest unterschwellig auch die Subventionierung gerechtfertigt wird. Denn warum sollte der Staat Flaches fördern???
    Sehr lesenswert finde ich den Wikipedia-Artikel zur Hochkultur. Allein der Gedanke, dass die „zirzensichen Künste“ (Zirkus) auch mal zur Hochkultur gehört haben, finde ich aus heutiger Perspektive sehr witzig. Und was ich auch nicht gewusst habe: „In den Vereinigten Staaten ist die Unterscheidung high brow (etwa: „hochgezogene Augenbrauen“) – low brow üblich. Damit wird eine inhaltliche Bewertung vermieden und stattdessen die Haltung, die man mit Hoch- oder Populärkultur einnimmt, charakterisiert.“

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    Christian Henner-Fehr

    Wahre Kunst muss man „erleiden“, da darf kein Spaß dabei sein. Das ist eine Meinung, die ich, hier überspitzt formuliert, immer wieder höre. D.h. wenn etwas lustig ist oder Spaß macht, dann ist es „flach“. Subventioniert wird die „lustige“ Kunst dann nicht, weil sie Kunst ist, sondern aus anderen Gründen, beliebt ist z.B. die Ecke Brauchtum…

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    Hagen

    Schön gesagt! Vielleicht ist das „erleiden“ von Kunst der einzig taugliche Maßstab zur Definition von Hochkultur

    Dann sollten die Wächter der Hochkultur aber konsequenter Weise „Cosi fan tutte“ dem Boulevard-Theater zurechnen 🙂

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    Kulturblogger

    Mit der Unterscheidung zwischen guter und schlechter Kultur begibt man sich ja auf noch viel dünneres Eis als mit der Unterscheidung zwischen Hochkultur und Popkultur. Denn so heikel diese Unterscheidung im einzelnen ist, so intuitiv weiss man in aller Regel auch, was damit gemeint ist. Aber gut und schlecht sind einfach Kategorien des individuellen Geschmacks.

    Dass man wahre Kunst „erleiden“ muss, ist ja eigentlich wieder die alte Unterscheidung zwischen E- und U-Kultur, die auch nicht funktioniert. Das „Erleiden“ hat in meinen Augen meistens viel mehr damit zu tun, dass die Kunst von Interpreten, denen die „Heutigkeit“ ein wichtiges Anliegen ist, zur grossen Bedeutung gezwungen werden soll. Als Klassiker der Hochkultur hätte ich auch keine Lust unter solchen Umständen meine Grösse und Schönheit preiszugeben. 😉 Bei cosi fan tutte leide ich übrigens allein wegen der Länge und den endlosen Rezitativen. 🙂

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    Christian Henner-Fehr

    @Hagen: das ist dann aber ein äußerst dürftiges Kriterium. Kann man dann im Umkehrschluss sagen: der Ursprung allen Leids ist die Kunst? 🙂

    @Christian: ich meinte das auch rein subjektiv. Sprich: mir gefällt etwas oder mir gefällt es nicht. Ob anderen das auch gefällt, ist mir dann egal.

    @Heinz: 🙂

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    Hagen

    @Kulturblogger
    Mit den Rezitativen hast du recht, kann man auf ein drittel einkürzen. Das gilt übrigens auch für die meisten Wagner-Opern, was das aktuelle Projekt von Katharina W. und Cord Garben (das wir mit großem Interesse begleiten werden)deutlich macht: http://vioworld.de/blog/2011/06/wagner-light/

    @Christian
    … dann müsste man bei der Kunst auch nicht soviel leiden 🙂
    In Anlehnung an Karl Valentin würde ich sagen: Kunst macht zwar viel Arbeit, sollte aber unbedingt auch Spaß machen!

    OK, natürlich geht es in der Kunst nicht nur um Spaß. Aber es wäre doch schön, wenn zeitgenössische Komponisten auch mal stolz einen Beitrag zur „unernsten Musik“ beisteuern würden. Punkrock! 🙂

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    Hagen

    Wie kriege ich eigentlich mein Avatarbild in die Kommentare? Müsste doch eigentlich über meinen „Gravatar“-Account funktionieren… (peinlich, typische DAU-Frage)

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    Axel Kopp

    Generell würde ich sagen, dass man über „die Kunst“ keine generelle Aussage treffen kann. Dafür ist einfach ihr Spektrum viel zu weit gefächert. Ich habe mal das Buch „Was ist gute Kunst?“ gelesen. Zeitverschwendung. Hinterher ist man genauso schlau wie vorher. Allerdings herrscht unter den jeweiligen Experten in der Regel schon eine relative Einigkeit darüber, was ge- und was misslungen ist. Für die Kulturförderung hat die Kategorisierung „gut/schlecht“ in der Praxis allerdings keine Relevanz, da alle nur Gutes fördern wollen. Ob mein Ansatz, mehr über die intellektuelle Tiefe zu gehen, praktischer ist, weiß ich nicht. Gerade habe ich im ZEIT Magazin ein sehr schönes Zitat des Jura Profs Christoph Möller gelesen, das zwar in einem völlig anderen Zusammenhang steht, mein persönliches Bestreben aber gut auf den Punkt bringt: „Die Theorie, die mich interessiert, ist nicht anwendbar. Die wird vielleicht mal wichtig, weil sie Diskurse verschiebt, weil Menschen andere Fragen.“

    Den Vorschlag von Hagen, dass zeitgenössische Komponisten einmal Punkrock machen sollten, unterstütze ich gerne. Die klassische Musik braucht (mindestens) einen wie René Pollesch. Nigel Kennedy ist schon mal ein guter Anfang.

    @Hagen: Interessantes Interview mit Cord Garben! Zu deinem Avatar-Problem: Wie du richtig sagst, wird der Avatar von Gravatar geholt. Überprüfe doch mal, ob du dort deinen Avatar aktiviert hast. Ich habe es gerade getestet und es sollte funktionieren. Wenn mich mal die Muse küsst, werd ich mich um einen manuellen Avatar-Upload kümmern.

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