Kulturfinanzierung in Amerika: Vorbild oder Feindbild?

Während meines Studiums hat Prof. Armin Klein stets die mehrdimensionale Kulturfinanzierung gepriesen und postuliert, dass sie für deutsche Kultureinrichtungen zukünftig unumgänglich sein wird. In Amerika finanzieren sich Kultureinrichtungen schon seit jeher mehrdimensional. Was sich in wirtschaftlich schlechten Zeiten daraus ergeben kann, zeigt sich momentan: das Philadelphia Orchestra hat Konkurs angemeldet und die New York City Opera steht auf der Kippe. Klingt schlimm. Doch warum sollte es der Kunst besser gehen als anderen?

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Das Konzert der Zukunft ähnelt dem der Gegenwart. Oder auch nicht.

Auf dem dacapo-Blog der Duisburger Philharmoniker wird als Thema der Blogparade die Frage aufgeworfen, wie das Konzert der Zukunft (in fünf Jahren) aussieht. Meine Einschätzung: „Nicht viel anders!“ Allein schon deshalb, weil im Orchesterbetrieb fünf Jahre nicht viel sind. Immerhin: Es wird zu einem Kunstformenpluralismus kommen. Und um das Konzert herum wird sich einiges ändern. Die Frage ist allerdings, ob Orchester diese Entwicklungen mitgehen können und wollen.

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App vs. mobile Website vs. nichts von beidem

So allgegenwärtig das Wort „App“ ist, könnte man leicht auf die Idee kommen, dass man auch als Kultureinrichtung unbedingt eine braucht. Zumindest, wenn man cool sein will. Doch bevor man sich eine App programmieren lässt, sollte man sich überlegen, was damit erreicht werden soll. Und vor allem sollte man sich fragen, ob es nicht schlauer wäre, sich erstmal eine mobile Website zuzulegen oder zumindest die eigene Website für Smartphones und Tablets zu optimieren. Auch wenn das nicht so cool klingt.

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QR-Codes: das Warten auf den Durchbruch

Die Maus ist das erste Nagetier, das uns die Welt erklärt – seit einiger Zeit auch im Internet. Zum 40-jährigen Jubiläum hängen jetzt vielerorts Plakate, die mit einem QR-Code versehen sind. Ganz davon abgesehen, dass ich bislang erst wenige Kinder gesehen habe, die QR-Codes scannen, scheint der große QR-Code-Boom, bislang auf Kundenseite auszubleiben. Schade, denn QR-Codes haben einiges zu bieten…

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Hochkultur: Lob der intellektuellen Tiefe

„Hoch die Hochkultur! Und nieder mit ihren Verächtern“, heißt es in der neuen ZEIT, in der Jens Jessen die Hochkultur abfeiert. Was an ihr allerdings so viel besser und warum sie so viel förderungswürdiger ist als ihr vermeintliches Gegenstück, die Populärkultur, bleibt letztlich offen. Jessen schreibt viel Richtiges und doch bezieht sich seine Lobhudelei vor allem auf Schauspiel, Oper, die klassische Musik und Literatur – am Rande auch auf die Bildende Kunst. Als ob Filme und andere Kunstsparten nicht auch „hochkulturell“ sein könnten. Nieder mit der Spartendenkwei

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Kultur im Dialog III: Piep, piep, piep, wir ham uns alle lieb!

Was Freiburg und Potsdam schon haben, möchte jetzt auch Stuttgart: ein Kulturkonzept. Und weil Monologe hierzulande seit Stuttgart 21 out sind, setzt man nun auf Dialog. Die Auftaktveranstaltung am 2. Juli hieß folgerichtig „Kultur im Dialog“ und wurde von den Vertretern sämtlicher Stuttgarter Kultureinrichtungen vor allem zum Kuscheln genutzt. Es ging ja auch nicht um Geld.

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Wenn es Scheiße stürmt…

Angenommen Sie haben Geburtstag. Der Wetterbericht hat zwar leichten Regen angesagt, aber Sie wollen sich die Laune nicht verderben lassen und gehen mit einem Schirm in der Hand in der Stadt bummeln. Doch plötzlich ziehen tiefbraune Wolken auf und es beginnt Scheiße zu stürmen. Völlig überfordert mit der Situation würden Sie wohl den Schirm zücken – bis der kaputt geht. Und dann???
Ähnlich überrascht war wohl der WWF Deutschland, der zu seinem 50-jähren Bestehen keinen Goldregen erhielt, sondern einen Shitstorm.

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Kulturbetriebe sind auch nur Betriebe

Meine These: In Bezug auf die Arbeitsatmosphäre, das Arbeitsklima, die Arbeitsbelastung und auch die Arbeitsabläufe macht es keinen Unterschied, ob man in einem kommerziellen oder einem nicht-kommerziellen Betrieb arbeitet. Ergo funktionieren Kulturbetriebe wie kommerzielle Unternehmen.

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