Mein letzter Blogpost stammt vom 26. November, was mir gelinde gesagt peinlich ist. Mittlerweile steigt ein beklemmendes Gefühl in mir auf, wenn ich meine eigene Website besuche. Mein letzter Versuch einen ordentlichen Blogpost zu schreiben, begann mit den Worten: „Einen Blog zweieinhalb Monate links liegen zu lassen, zeugt von Social Media Kapitulation. Oder von Faulheit.“. Wie man am heutigen Datum erkennen kann, hat es mit dem Wiedereinstieg in die Blogosphäre noch länger gedauert. Doch jetzt bin ich wieder da! Einen Beitrag pro Woche habe ich mir zum Ziel gesetzt und hoffe, dass das klappt.

Was hat sich in den letzten vier Monaten verändert?

Nicht viel möchte man meinen. Auf der Facebook-Seite der Deutschen Oper Berlin wird noch immer gegrantelt und das „Next Big Thing“ lässt – zumindest im Kulturbetrieb – noch auf sich warten. Doch die Trends verstärken sich. Standortbezogene Dienste wie Facebook Orte, Gowalla oder Latitude werden zunehmend genutzt, ein echter Durchbruch ist jedoch noch nicht gelungen. Selbiges gilt für iphone- und Android-Apps, die von Kultureinrichtungen zunehmend angeboten werden (siehe u.a. http://www.museums-app.de/). Generell hat die Nutzung von Twitter und Facebook weiterhin deutlich zugenommen. Die Kulturbetriebe ziehen zumindest auf Facebook mit und gefühlt hat sich mittlerweile selbst die Blasmusikkapelle in Hinterpfuiteufel eine eigene Facebook-Seite zugelegt. Mit Fakten belegen kann ich letztere Aussage leider nicht. Ebenso wenig wie mein Eindruck, dass Twitter trotz des (mich überraschenden) rasanten Wachstums in Deutschland überwiegend von Medien-, IT- und Marketingleuten genutzt wird.

Was wird sich in den nächsten vier Monaten verändern?

Weiß ich auch nicht ;-). Hoffentlich gibt es aber noch mehr so Angebote wie das von kulturkurier. Das Unternehmen hat eine Anwendung entwickelt, die automatisch alle auf kulturkurier eingetragenen Veranstaltungen als eigene Facebook-Veranstaltungen anlegt. Durch diese Synchronisierung lässt sich viel Zeit sparen! Insbesondere für Kultureinrichtungen, die auf kulturkurier.de ohnehin bereits ihre Veranstaltungen einstellen, dürfte dieser Dienst interessant sein. Kosten: einmalig 290 €. Ergänzen sollte ich noch, dass das Einstellen von Veranstaltungen auf kulturkurier einfach und schnell geht – auch ein csv-Import von Veranstaltungsdaten ist möglich (nur Fotos müssen einzeln hochgeladen werden).
Neben solchen Das-Leben-vereinfachenden-Diensten bin ich persönlich insbesondere auf Facebook-Deals gespannt. „Groupon mit einem Schuss Location Based Service“, klingt jedenfalls gut. Zum Schluss noch eine steile These: Die stetige Weiterentwicklung der Smartphones und der Tablet-PCs wird dazu führen, dass Apps zunehmend überflüssig werden. Wichtiger hingegen werden mobile Websites, also einfach zu bedienende, reduzierte Websites, die auch auf kleineren Displays gut dargestellt werden und die wichtigsten Grundfunktionen umfassen.

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Autor: Axel Kopp

Axel Kopp, Jahrgang 1982, Social Media Manager und Online-Marketing-Berater, ursprünglich Kulturmanager (M.A.) mit Schwerpunkt Online-Marketing

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