Schlagwort: Kulturfinanzierung

  • 10 Jahre Kulturinfarkt – was wurde draus?

    10 Jahre Kulturinfarkt – was wurde draus?

    2012 haben Dieter Haselbach, Armin Klein, Pius Knüsel und Stephan Opitz das Buch „Der Kulturinfarkt” veröffentlicht. Und heute? Ist fast alles so wie es war. Nur dass die Kultureinrichtungen mehr Geld denn je erhalten. 

  • Kulturpolitik: Wer verändert jetzt was?

    Kulturpolitik: Wer verändert jetzt was?

    In wenigen Tagen geht Prof. Armin Klein in den Ruhestand, im Dezember hat bereits der Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner sein Amt aufgegeben. Beide wollten eine kulturpolitische Neuausrichtung und eine Umverteilung der Kulturgelder, beide bekamen heftigen Gegenwind. Der aus der Musikbranche stammende Renner ein paar Jahre lang, Klein über Jahrzehnte hinweg. Zwei Unbequeme gehen also, doch die Probleme bleiben.

  • Ist Crowdfunding für die Kunst für die Katz?

    Crowdfunding wächst und wächst und befindet sich dennoch auf geringem Niveau. Einige medienwirksame Kickstarter-Projekte aus den USA wie das skurrile „Potato Salad“-Crowdfunding oder die krass überfinanzierte Kühlbox „Coolest Cooler“ täuschen darüber hinweg, dass Crowdfunding in Deutschland nach wie vor ein Nischenthema ist, gestartete Aktionen keine Selbstläufer sind und die Finanzierungsziele oft nicht erreicht werden. Es ist verständlich, dass sich der finanziell schwache Kulturbereich nach neuen Einnahmequellen sehnt, doch Crowdfunding taugt dafür nur bedingt.

  • Düsseldorf: Millionen für die Hochkultur, Groschen für die Off-Szene

    Als ich im Dezember 2011 frisch hierher gezogen bin, lief gerade die „Dein Düsseldorf“-Kampagne der Stadt. Darin hieß es „Düsseldorf ist Altstadt und Altbier, schickimicki und oberflächlich, spießig und langweilig – wirklich? Alles nur Klischees. Düsseldorf ist viel mehr!“ Das ist richtig. Düsseldorf ist mehr. Aber das liegt nicht an der Stadt und schon gar nicht an ihrer Kultur(förder)politik, sondern an den Ehrenamtlichen, die sich hierfür – mit Verlaub – den Arsch aufreißen, dafür keinen Cent sehen und von der Stadt noch nicht einmal ein Dankeschön erhalten. Die großen Hochkulturpaläste erhalten Millionen, die kleinen (Off-)Kulturvereine kämpfen um Kleckerbeträge. Gefördert werden die Vereine ohnehin nicht, unterstützt werden allenfalls ihre Projekte. Und das auf einem albern niedrigen Niveau.

  • Kultur sponsored by Reemtsma

    Letztes Wochenende hat in Düsseldorf das Variété Liberté gastiert. Aus einem ehemaligen Supermarkt wurde „eine einzigartige Begegnungsstätte für Kulturenthusiasten. Großformatige Rauminstallationen, traumwandlerische Multimedia-Performances und musikalische Delikatessen hauchten dem bis dahin leer stehenden Gebäude eine neue Identität ein“, heißt es auf der Website. Bisschen übertrieben, aber nicht falsch. Gesponsert wurde die Veranstaltung von Gaulloise/Reemtsma. Und das scheint für einige noch immer ein Problem zu sein. Meiner Meinung nach ist es das Gegenteil: eine große Chance!

  • Crowdfunding – bitte realistisch bleiben!

    Bereits im Juli wird dieses Jahr die startconference stattfinden, Motto: „navigare!“ Während andernorts von „Social Müdia“ die Rede ist, wird Frank Tentler nicht müde, die Neuartigkeit des Social Webs zu betonen. Das Problem sei nur: „(…) wir Menschen, die wir es privat und beruflich nutzen, beherrschen und verstehen es nicht.“ Im Vergleich zur visionär anmutenden stART.11 steht dieses Mal folglich die Praxis im Vordergrund. Finanziert werden soll die Konferenz u.a. über Crowdfunding; angestrebt werden 30.000 €. Mein Tipp: die kommen rein! Allerdings sinken die Einnahmen aus anderen Quellen – nicht ganz zufällig.

  • Kulturfinanzierung in Amerika: Vorbild oder Feindbild?

    Während meines Studiums hat Prof. Armin Klein stets die mehrdimensionale Kulturfinanzierung gepriesen und postuliert, dass sie für deutsche Kultureinrichtungen zukünftig unumgänglich sein wird. In Amerika finanzieren sich Kultureinrichtungen schon seit jeher mehrdimensional. Was sich in wirtschaftlich schlechten Zeiten daraus ergeben kann, zeigt sich momentan: das Philadelphia Orchestra hat Konkurs angemeldet und die New York City Opera steht auf der Kippe. Klingt schlimm. Doch warum sollte es der Kunst besser gehen als anderen?